Ganz viel Raum für Lösungen statt Probleme

Acht neue Bewegungstreffleiter:innen in Güstrow ausgebildet.

Was tun, wenn der Verein keinen Nachwuchs mehr im Bereich der Junior:innen hat? Und was, wenn das aktuelle Vereinsangebot der reifen Lebensphase nicht mehr entspricht? Klar: dann braucht es einen neuen Bewegungstreff mit entsprechend geschulten Trainer:innen!

Mitte April kamen in der Sportschule Güstrow acht sehr motivierte Teilnehmerinnen zusammen, um einer weiteren Bewegungstreffleiter:innen-Schulung des LTV in Zusammenarbeit mit dem KSB Landkreis Rostock beizuwohnen. Die agilen Frauen mit ganz unterschiedlichem sportlichen Hintergrund wurden von der Referentin Dr. Dorit Stövhase-Klaunig mit dem Konzept des Bewegungstreffs sowie dem AuF leben in M-V Projekt vertraut gemacht. Dabei legte sie zunächst ihre sehr persönlichen Erfahrungen dar – schließlich hatte sie vor einigen Jahren selbst als BWT-Leiterin mit fünf Personen einen neuen Bewegungstreff in ihrer Gemeinde Sukow etabliert. Ein klarer Vorteil, weil Frau Stövhase-Klaunig sowohl von den schnellen Fortschritten beim Aufbau als auch von den kommunalen Hürden aus eigener Erfahrung berichten konnte. 

In der kurze Vorstellungsrunde wurden direkt die sehr heterogenen und zugleich spannenden Ansätze in Sachen Eigenmotivation und Erwartungen der Teilnehmerinnen deutlich. Jeglicher theoretischer Input der Schulung wurde immer wieder unterbrochen von Phasen der eigenen kurzen sportlichen Aktivierung – im Seminarraum, im freien Gelände und in der Sporthalle. Es blieb viel Raum für wichtige praktische Nachfragen zu bestimmten Hürden in der alltäglichen Umsetzung in den konkreten Herkunftsgebieten der Vereine und Verbände. Darunter die SG Blau-Weiß Parum Dümmer, der Gesundheitssportverein Lewitz, der LV Prävention und Rehabilitation, der Gnoiener SV und der TSV 90 Röbel. Am Ende gab es für alle Teilnehmenden eine Lizenz mit 15 Lerneinheiten und ganz viel Input aus den Bereichen: Bewegungsangebote mit Älteren, Infos zum Projekt AuF leben, der Bedeutung von körperlicher Aktivität für das Wohlbefinden und die Lebensqualität älterer Menschen, Chancen und Aufgaben eines Bewegungstreffs, Bewegung zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit im Alter, alles rund um Ausdauer, Muskelkraft, Beweglichkeit, Dehnung, Mobilisation, Gleichgewicht, Balance, Bewegen und Denken und für die praktische Durchführung von bewegten Übungsstunden im Freien und in der Sporthalle.

Nicht verwunderlich, dass die neuen Bewegungstreffleiter:innen, aus deren Reihen die Fragen zu Beginn des Artikels stammen, sehr motiviert und herzlich nach den zwei Tagen auseinander gingen, um in naher oder ferner Zukunft selbst in ihrer Kommune und ihren Vereinen aktiv zu werden. Das Handwerkszeug besitzen sie und die Unterstützung durch das Projekt AuF leben in M-V ist ihnen sicher.